Erster Erntebittgottesdienst

Dekan Stiegler würdigt die Leistung der Landwirte
„Wir säen und wir streuen“ lautete das Motto des ersten Erntebittgottesdienstes am 19. März in der Schwabacher Stadtkirche.
Im voll besetzten Kirchenschiff waren viele Landwirte aus der Stadt und dem Landkreis.
Neben der Bitte um Gottes Segen für die diesjährige Ernte kamen auch die großen aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft zur Sprache.
Mitglieder des Bauernverbands führten in einem Anspiel eindrücklich vor Augen, dass alles, was auf dem Frühstückstisch steht, vom Ei über Marmelade bis zur Salami, durch ihre Hände gegangen ist. „Der moderne Landwirt ist Unternehmer, Landschaftspfleger, Büroarbeiter, Techniker und in gewisser Weise auch Spekulant.
Das Smartphone längst bedeutsamer als die Mistgabel“, betonte Dekan Klaus Stiegler in seiner ansprechenden Predigt. Er dankte den Bauern aufrichtig für ihre wertvolle Arbeit: „Unsere Bauern verdienen mehr Anerkennung und Wertschätzung als dies gemeinhin oft der Fall ist.“ Zentrale Aufgabe ist die Suche nach einer ökologisch verträglichen Landwirtschaft, betonte der Dekan. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn Bauern und Verbraucher, sowie Politik und Handel gemeinsam handeln. „Die Jagd nach den billigsten Ernährungsschnäppchen ist ein verantwortungsloser ökologischer Irrweg.“
Kreisbäuerin Annette Götz bedankte sich für die musikalische Gestaltung herzlich beim Landfrauenchor und bei den erstmals zusammen spielenden Bläserinnen und Bläsern des Bauernverbandes unter Leitung von KMD Klaus Peschik. Fazit: Eine ebenso eindrucksvolle wie gehaltvolle Gottesdienstpremiere.